Annäherung an Midora

„Was Elaerys ist?“ erwidert der kaiserliche Kanzler Izhran Valcor. Selbst für einen Hochelfen hat er mit seinen 589 Jahren ein ehrwürdiges Alter erreicht.
„Diesen Namen habe ich lange nicht mehr gehört. Elaerys – oder besser gesagt: Midora, wie wir sie alle nennen – ist eine Welt im Umbruch. Nicht, weil etwas Neues entsteht, sondern weil Altes nicht verschwinden will.“

Valcors Blick verliert sich für einen Moment in der Ferne.
„Unsere Magie hat ihren Platz verloren. Technik verlangt ihren Preis. Zwischen Zahnrädern, Rauch und politischen Interessen entstehen Fragen, die nicht mit Schwertern beantwortet werden können.“

Ein kaum merkliches Lächeln umspielt seine Lippen. Für einen Augenblick liegt etwas Jugendliches in seinem Blick, eine alte Unruhe.

„Diese Annäherungen sammeln Fragmente: Orte, Gedanken, Brüche. Keine vollständigen Wahrheiten – sondern Spuren.“

Er neigt den Kopf leicht zurück, schließt die Augen und sagt leise, fast erinnernd:
„Midora lässt sich nicht erklären. Sie lässt sich untersuchen. Und erleben.“